Impfe deinen
Teufelskreis
Nach
dem Lesen dieser Gedanken wirst du einen frischen Wind in dir spüren ... den
„Wind of Change“.
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| "Wind" |
Wenn Du Schmerzen hast, wenn Du trauerst, wenn Du Dich nicht wohl fühlst oder vom
Leben völlig überfordert bist, dann mag es sein, dass Dir das Bild vom
Hamsterrad erscheint, in dem Du rennst und rennst und befürchtest, Du werdest
irgendwann herausfliegen, weil Du dich einfach nicht mehr halten kannst.
Du
bist in einem Teufelskreis, der sich geschlossen hat und dessen Bewegung abläuft
wie ein Perpetuum Mobile.
Nun
gebe ich Dir einen Rat, den ich selbst bereits unzählige Male befolgt habe:
Impfe Deinen
Teufelskreis!
Ich
weiß, dass Du Angst hast, nur einen Schritt abzuweichen von der Kreislinie, die Dir so sehr vertraut ist. Doch würdest Du nicht unter ihr leiden, wenn Dein
tiefstes Inneres Dir nicht längst schon diese Linie gekündigt hätte.
Nein,
es ist nicht sinnvoll, nun Dein Leben auf den Kopf zu stellen, alles
fortzuwerfen, was Dich bisher getragen hat, doch solltest Du Dir erlauben,
einmal die Kreislinie zu durchbrechen und Dich selbst mit dem zu berühren, was Du dahinter entdeckst.
In der Atmosphäre des Universums wirst Du kleine
Sternchen erspähen, die Du zuvor niemals gesehen hast. Es kann ein Mensch sein,
der Dich anlächelt und bei dessen Lächeln Du Dich fragst: „Welchen Grund hat er
dazu?“ Dann werden Momente der Er-INNER-ung in Dir aufsteigen, die wie aus
einem anderen Leben herüberzuwinken scheinen. Ein kurzer Piekser – eine Spritze
mit einem frischen Impuls – wird Dein Blut berühren und sofort wieder in
Vergessenheit geraten. Woher kam diese Spritze? Hast Du Dich noch nie in Deinem
Leben unbändig über etwas gefreut? Es gibt doch Freude im Leben der Menschen?
Warum in Deinem nicht mehr?
Nun
nimmst Du den Schritt vorläufig wieder zurück auf die Dir so vertraute
Kreislinie. Du rennst weiter in ewig-gleicher Bahn ... doch inzwischen wirkt
der Inhalt der Spritze, die Du Dir selbst verabreicht hast, unbemerkt in Deinem
Blut weiter. Es ist so, als hätten sich ein paar Fragezeichen in Dein System eingeschlichen,
die sich nun darin vermehren. In Deinen Träumen beginnen neue Möglichkeiten
Gestalt anzunehmen, Du wachst mit noch unbewussten neuen Regungen in Dir auf.
Am Tage vergisst Du noch, dass Du Dein Universum selbst umzäunt und vor neuen
Impulsen verschlossen hast.
Da
begegnet Dir wieder ein Mensch, dessen Anwesenheit oder dessen Lebensäußerungen Dich merkwürdig berühren. Es ist vielleicht ein Mensch, der Dich bisher beim
regelmäßigen Kreisen auf Deinen Lebensbahnen am meisten zu stören schien.
Plötzlich beginnst Du das Störende als Alternative zu Deiner quälenden
Kreisbahn zu empfinden.
Du
begreifst, dass Du Dich in einer Kugel eingeschlossen hast, in der Du nur das
annimmst, was Dir darin vertraut ist. Alles, was außerhalb liegt, hast DU
SELBST verteufelt!
Aber
es ist das Wesen des Daseins, sich zu häuten und neue Formen anzunehmen. Und Du
begreifst, dass GENAU JETZT der Zeitpunkt des Wachsens für Dich gekommen ist.
Das
Leiden rief die Impfung auf den Plan ... der Impuls kam aus Dir selbst, weil in Dir selbst das Wachstum angelegt ist.
Du
tickst von innen eine kleine, noch ganz winzige Öffnung in Deine Kugelhaut. Du begreifst,
dass das Neue sich wie eine Flut in Deine Kugel ergießen würde, wenn das Loch
zu groß ist. Du hast Angst. Sie gehört zu Dir. Deswegen lass Dir Zeit. Lasse
tröpfchenweise durchdringen, was sich Dir an Neuem bietet. Nimm zunächst ein
Schlückchen davon hinein in Deinen Raum, koste es, spiele damit, gewöhne Dich
daran.
Das
bisher Gewohnte wird sich damit vermischen, bis Du die Mischung atmen kannst,
verdauen kannst. Nun bist Du bereit, Deine Schutzhülle ein weiteres Stück zu
öffnen. Mehr Ungewohntes fließt ein, doch weil Du Dir Zeit gelassen hast für
die Assimilation des Neuen, kannst Du es nun schon besser mit dem vermischen,
was Dir vertraut ist.
Die
Impfung aktiviert Dein System ... Du wirst nun selbst aktiv und setzt Dich mit
dem Neuen auseinander. Die Häutung schreitet voran. Die Haut nimmst Du
liebevoll in Deine Hände. Sie nimmt die Gestalt eines vollständig leeren
Beutels an, eines Gefäßes, das immer
leichter zu tragen ist, je mehr Du es von dir abstreifst. Wenn der letzte Rest
von Dir abgefallen ist, füllst Du die nun leere Hülle mit Deinem Gefühl der
Dankbarkeit für all das, was Du in ihr erleben, erfahren und lernen durftest.
Es bleibt nur noch dieses leichte Gefühl, das Du nach dem vollständigen
Abstreifen übrig behältst. Dieses Gefühl wirst Du nun dein Leben lang auf der
Schulter tragen können.
Den
Inhalt des Beutels voller Lächelmomente und aufmunternder Worte wirst Du fortan
selbst dazu verwenden können, andere Menschen damit zu impfen, die Dir in ihren
Hamsterrädern auf Deinem Wege entgegenrollen.
Ich
wünsche Dir Glück bei deiner vollständigen Geburt!
© UN 21.5.15
© UN 21.5.15

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